Lamberty
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Momentaufnahmen - Moments - Momentos

Natur – Wissenschaft – Raum – Zeit

In meiner künstlerischen Arbeit geht es um ein Zusammengehen von Kunst und naturwissenschaftlichem Denken.
Es entstehen Plastiken, die an herabstürzende Wasserfälle, Strudel und Wirbel erinnern.
Man kann sie als eine künstlerische Übersetzung von physikalischen Kräften beschreiben, die in der Natur genauso wirken.

Janina Lamberty

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Neuigkeiten - News - Noticias

2018

Juni 2018 - Ausstellung Galerie Kellermann, Düsseldorf April 2018 - Gruppenausstellung in der Galerie Simon Nolte, Portocolom, Illes Balears, Spanien

2017

Düsseldorf, Zero 2.0 - Lichtspiele Ausstellung: 05.November 2017 - 9. Dezember 2017 Galerie Kellermann ...

2016

Oktober 2016 - ART.FAIR (Messe für moderne und aktuelle Kunst), Köln, 27.10.16 - 30.10.16, Galerie Kellermann, Düsseldorf ...

2015

November 2015 - FREUNDE! Zur Deutsch-Polnischen Freundschaft. Ausstellung in der Galerie Kellermann, Düsseldorf 22.11.2015 – 06.01.2016. Mit Stefan Gierowski, Janusz Trzebiatowski, Jacek Maslankiewicz, Bernd Schwarzer, Jan de Weryha, Paul Thierry und Janina Lamberty. ...

2014

22.11.2014 - Zusammenarbeit mit L`Arcada Galería de Art Passeig de Dintre, 11, 17300 Blanes, Girona, Spanien Aktuell: Präsentation Neue Arbeiten ...

2013

30.08.2013 - Beteiligung an den Düsseldorfer Kunstpunkten. Am Samstag, 7. September 2013, 14.00 - 20.00 h und Sonntag, 8. September 2013, 14.00 - 20.00 h. in der Karl-Rudolf-Straße 176, 40215 Düsseldorf ist das Atelier für Besucher geöffnet! ...

2012

17.12.2012 - Ausstellung im „Círculo del Arte“, Barcelona Präsentation meiner Kunstwerke "Das kleine Format" aus der Serie "Windzeichen" ...

1997 – 2010

Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen

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Kritik - Criticism - Crítica

„Cascadas“ und „Cañas“

(Wasserfälle und Rohrstäbchen)

Über die Arbeiten von Janina Lamberty

Die Künstlerin Janina Lamberty arbeitete früher als Vermessungstechnikerin, und diese Erfahrungen mit dem Berufsfeld der Geodäsie wirken auch in ihrer heutigen künstlerisch-gestalterischenTätigkeit nach. Die Naturbeobachtung und das Messen von Phänomenen und Vorgängen in der Natur ist eine existenziell bedeutsame Notwendigkeit, die in der anthropologischen Grundstruktur des Menschen angelegt ist:

So war zum Beispiel das Beobachten herannahender Wetterumschwünge schon für die paläontologischen Jäger- und Sammlerkulturen ein äußerst wichtiger Vorgang; erst recht für die späteren sesshaften Bauernkulturen. Ohne astronomische Kenntnisse hätten auch die Phönizier keine Seefahrten unternehmen können, deren Ausdehnung für die damaligen Verhältnisse aus heutiger Sicht erstaunlich anmutet. Zum Messen benötigt man generell Orientierungspunkte und Maßstäbe, d.h. man benötigt Vergleichsbezüge. Bei der Höhenmessung ist dies die Höhe des Meeresspiegels, das Normal Null . In der Ästhetik der Antike finden wir dann eine Idealisierung des Maßvollen, des „Ebenmaßes“, und entsprechende philosophische Begründungen. So bezeichnet der alt-griechische Begriff sophrosyne, (Seele, eigentlich „Gesundheit des Zwerchfells“) eine innere Eigenschaft des Maßhaltens, d.h. den „goldenen Mittelweg“ zwischen Strenge und Nachgiebigkeit, zwischen Genuss und Askese, zwischen Verschwendung und Geiz…

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Philosophie - Philosophy - Filosofía

Künstlerische Arbeiten

Janina Lamberty greift einen sehr weit reichenden geistesgeschichtlichen und kunsthistorischen Fundus als Inspirationsquelle für ihre Collagen, Grafiken, Design-Entwürfe und andere bildnerische Arbeiten auf. Das reicht von der Georgslegende bis zu den Frauenbildnissen des katalonischen Porträtisten Ramon Casas i Carbo, der Formensprache in der Architektur und in den Mosaiken von Antoni Gaudí und der Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe. Aus dessen Einsichten über das „Kantenspektrum“ entwickelt Lamberty ein grafisches Konzept mit einer Aneinanderreihung von Farbstreifen. Indem sie – im Unterschied zu Goethe – auch Grün in die Palette ihrer Grundfarben aufnimmt, schlägt sie eine Brücke zur Spektralfarbe-Theorie von Isaac Newton, gegen die Goethe heftig polemisiert hatte. Wenn es im Gesamtwerk Lambertys letztlich um ein Zusammengehen von Kunst und naturwissenschaftlichem Denken geht, so übt Goethe in diesem Zusammenhang wohl auch deshalb eine Faszination auf sie aus, weil seine Farbenlehre ihren Ausgangspunkt eigentlich nicht in der Physik hat, sondern in seinen Notizen zur Kunst, zumal zur Landschaftsmalerei. Auch der Architekt Antoni Gaudí dachte in Kategorien von Gesamtkunstwerk und Ganzheitlichkeit. U.a. boten seine Mosaiken Anregungen für Lambertys Kompositionen mit roten, hell- und dunkelblauen Quadraten. Die verschiedenen grafischen Ansätze in den einzelnen Werkkomplexen Lambertys verdichten sich zu einer stimmigen Formensprache in ihren Collagen und Entwürfen für angewandtes Design. Im Duktus dieser grafischen Sprache lassen sich die höchst unterschiedlichen Aspekte in der Wirkungsgeschichte von Goethe, Gaudí, Degas und anderen (kunst)historischen Überlieferungen auf einen Nenner bringen.

Jürgen Raap, Kunstkritiker 

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Cascadas & Cañas

Janina Lamberty: Cascadas und Cañas

In ihrer Werkreihe „Cascadas“ beschäftigt sich Janina Lamberty mit einer Transformation von Wasserfall-Motiven. Ein erster Arbeitsschritt bringt rhythmische Wellungen hervor. Dabei ist die Qualität der verwendeten Papiersorte entscheidend. Anschließend werden papierne Fundstücke eincollagiert. Die Rhythmisierung der Farbwerte lässt ahnen, wie sich ein Wasserfall beim Herabstürzen beschleunigt: Die Absicht, Zeitverläufe und Bewegung im Bild darstellen zu wollen, führt bei diesen Wasserfall-Motiven zu einer vertikalen Folge von „Farbbahnen“.

Aus Strohstäben bestehen die mit Japanpapier umwickelten „Cañas“. Diese Stäbe lässt die Künstlerin nach dem Mikado-Prinzip fallen, fixiert dann mit dem Kleber das zufällig entstandene Ergebnis. Auf diese Weise ergeben sich Strudel, Wirbel und bündelartige Formen, die bisweilen an Getreidegarben erinnern. Man kann diese Gebilde sind als künstlerische Transformationen von physikalischen Kräften beschreiben, die in der Natur genauso wirken. Präsentationsästhetisch werden die „Cañas“ in Ausstellungssituationen als Reliefs bzw. Wandobjekte inszeniert. Eine Variante besteht aus Plexiglassäulen im Raum, mit Stäben im Inneren, die durch Vernähen aneinandergesetzt sind.

Jürgen Raap

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Windzeichen - Sign of the Wind - Señal del Viento

Janina Lamberty: „Zeichen des Windes“

„Señal del viento“so heißt eine ab 2004 entstandene Werkserie. Draht, der mit gewelltem Papier umwickelt ist, repräsentiert jenen Naturvorgang, wie heftiger Wind die Landschaft formt, etwa Sanddünen am Meeresstrand oder in der Wüste. Eine zweite, gleichnamige Serie (2005) besteht aus segelartigen Formen. Wie die einzelnen Farbfelder konstruktiv zueinanderstehen, ergibt sich auch hier nach dem Zufallsprinzip (so wie ja auch in der Natur selbst Verwehungen zufällige Anordnungen hervorrufen).

Jürgen Raap

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Projekt Musik und Grafik - Project Music and Graphics - Proyecto Música y Gráficos

Musik & Grafik

Grafische Umsetzung der Kompositionen
des Katalanischen Komponisten

Peré Casas
Barcelona

Der große Raum hat Winkel.

Die große Musik klingt sanft.

Die große Form hat keine Konturen.

Und das Tao ist verborgen und namenlos.

Dieses Tao weiß seine Macht zu verleihen

und die Vollkommenheit zu erreichen.

Lao Tse: Tao Te King

Musik und Kunst aus Janina Lamberty’s Sicht.

Präsentation Gemeinsame Schritte, ein Werk aus der Ausstellung FARBE KLANG RAUM.

Das Raumkonzept, ein wiederkehrendes Element im Werk Janina Lambertys, lässt uns begreifen, warum sie die Musik dabei haben möchte. In diesem Kontext hat ihr Raum Winkel, ist ein begrenzter Raum, in dem wir uns bewegen, während wir sehen wie die Formen von selbst fließen.

Der Raum und die Bewegung: der Klang und die Stille: die Musik. In Zusammenarbeit mit dem katalonischen Komponisten Pere Casas gestaltet Janina Lamberty eine Komposition mit dem Titel Farbe Klang Raum.

Eines ihrer zusammen erschaffenen Werke heißt gemeinsame Schritte. Zwei unterschiedliche Künstler aus verschiedenen Disziplinen, die uns gemeinsam in Schwingung versetzen. Die Musik, eine der abstraktesten Kunstformen, knüpft an das Werk Janina Lamberty’s an. Zusammen mit der Magie ihrer Installationen wird der Klang zu einem schwer zu definierenden Etwas. Tatsache ist, dass wir uns treiben, unsere Sinne ziehen lassen. Genau so, langsam, wie sie fließen…

Montserrat Carné

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Inspiration Katalonien und Spanien - Inspiration Catalonia und Spain - Inspiración Catalunya

Die Landschaft, eine bestimmte Vision des Unendlichen

Janina Lamberty – Inspiration Katalonien

Landschaft, das kann die Umgebung sein und eine blendende Vision, die Darstellung der Natur oder die Projektion der intelligenten Wahrnehmung. Sind das widersprüchliche Definitionen? Für den Künstler ist die Landschaft seit jeher Mittel und Weg des Ausdrucks gewesen. Ein großes Thema, mit dem sich alles erklären läßt. Der Künstler zeigt damit konkrete Gedanken, Handlungen oder einfach das Umfeld, in dem er lebt, wo er sich eingebunden und berührt fühlt.

Mit dieser Ausstellung jüngster Werke von Janina Lamberty präsentieren wir diesen globalen Begriff von Landschaft. Die Vereinfachung der Formen ist Symbol für Großartigkeit. Und auch für ihr allmähliches Anpassen an neue Landschaften, die sie bereist, wo sie lebt. Die Ausstellung repräsentiert eine lange Reise, einen langen Weg, dem sie noch folgt bis zur Ankunft in Barcelona. Sie hat die Farben und Schattierungen des nördlichen Lichts hinter sich gelassen.

Barcelona, das Ebro-Delta, Cerdaña, Ampurias, Montserrat…… Landstriche, Orte, Gebräuche, andere Klimaregionen. Physische Realitäten, die für Janina Lamberty aufhören, solche zu sein, um sich in Symbole zu verwandeln: Bilder, Farbmosaike, hängende und durch ein geometrisches Farbschema strukturierte Größen. Sie alle werden zu Referenzpunkten eines globalen Landschaftsbildes. Es erinnert an eine Vision. Es erinnert an einen Gedanken von Estela Ocampo zum Bild: „Herbst, Steilküsten und die Flüsse“ des chinesischen Malers Houei-Tsong (1082 – 1135): „Die Landschaft ist mit weiter Perspektive gemalt, sodass Flüsse, Berge und Wälder zu Miniaturen werden. Es ist die Vision des Unendlichen“.

Diese Vorstellung vom Unendlichen und auch von Zeitlosigkeit durchzieht das gesamte jüngste Werk von Janina Lamberty. Es drückt in Wahrheit den Ursprung ihres Darstellungskonzeptes aus, das mit einer Gestaltung, angezogen von Landschaft und Erdgeologie, begann. Durch die leidenschaftliche Umsetzung gelangt sie in ihren Studien mit Hilfe der wesentlichsten geometrischen Formen zur reinsten Art der Abstraktion: Vertikalität, Rechteck, Zylinder, Punkt und Linie. Farbe ist ein weiteres Element, um die mit der Malerei beabsichtigte Bedeutung zu erreichen. Blau-, Grün-, Ocker-, Erd- und Rottöne, alle verwässert und bearbeitet, mitunter effektvoll, ein anderes Mal kokett.

Der Einsatz von Japanpapier bei fast allen Werken bewirkt Zerbrechlichkeit, harmoniert mit Gouache und Tinte, erzeugt Wärme und extreme Empfindlichkeit gegenüber den anderen Elementen, die immer als härter und stärker betrachtet wurden: die Linie und die Geometrie. Die Dicke des Papiers, die mitunter durch das Übereinanderschichten vieler Blätter erreicht wird, macht das Bild plastisch, wandelt es zum Objekt. Der bewusste Verzicht auf Rahmen bei den groß dimensionierten Werken hilft uns dabei, diese Verwandlung zu spüren. Die Malerei verläßt das Zweidimensionale….

Die Installationen von Wasserfällen sind keine Darstellung, sondern visuelle und farbige Komposition des Wassers. Möglicherweise handelt es sich auch um jene ohne Kadenz fallende Musik. Ein Rhythmus, der uns Bewegung suggeriert, und diese Vision hält dank kleiner Bewegungen der vielfarbigen Röhrchen und Stäbe einen Augenblick nach dem anderen an. Und die Zeit scheint nicht zu existieren; oder wir werden einfach an die Zerbrechlichkeit aller Dinge erinnert; vielleicht an jene Ewigkeit, bestehend aus kleinen, magischen Momenten, so wie wir sie fühlen, wenn wir nach dem Regen Waldluft atmen oder nach langer Abgeschiedenheit im transparenten Wasser des Mittelmeers schwimmen. Es handelt sich um einen Punkt im Unendlichen, wo man dem Geist freien Lauf lassen kann. Und auf diese so einfache Art verspricht uns die Kunst vielleicht auch all diesen möglichen Zauber….

Montserrat Carné Penalva

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Begegnung mit Raum und Farbe - Encounter with space and color - Encuentro con el espacio y el color

Begegnung mit Raum und Farbe

Janina Lamberty begann ihren Weg mit der Geodäsie. So beeinflusst verwandelten sich geometrische Formenstränge und abstrakte Zeichen zu einem eigentümlichen Blick auf die Welt. Diese auch heute noch wichtigen Gestaltungselemente sind jedoch nicht alles, was sie bewegt. Hinzu tritt die frei schwingende Farbe, vor der sie sich nicht fürchtet.

Das Verhältnis von Linie und Farbe ist ein altes Thema der Malerei und mancher Freund der Kunstgeschichte versteht den Entwicklungsgang als Befreiung der Farbe aus den Zwängen von Linie und Form. Auch Janina Lamberty setzt sich damit auseinander. Ihre Formen schränken die Strahlkraft der Farben nicht ein. Grün ist für sie ein wichtiger Grundton, der sich zu rot aufhellt, oder in dunklen Klängen starke Kontraste schafft. Es entstehen Spannungen, die sich auch wieder lösen. Wichtig ist die Lenkung des Lichts, das den Raum der Bilder prägt. Dabei bleibt sie jedoch nicht stehen, sondern ihre Installationen gestalten den Raum, weisen über das hinaus, was die Alltagswelt wahrnimmt.

Innere Ruhe vermittelt sich so. Hier zeigt sich ein Mensch von selbstsicherer Kraft. Schließlich ist es kein Gegensatz mehr, was Farben- und Formensprache ausdrücken, Natur und Technik widersprechen sich nicht, sondern fügen sich in einen künstlerisch gestalteten Zusammenhang. Der Optimismus der Künstlerin überträgt sich auf den Betrachter.

Dr. Hans-Georg Fey

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Kontakt - Contact - Contacto

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